Die SCRS-Vereinsmeisterschaft 2005 fand diesmal bei herrlichem Sonnenschein und moderaten Windverhältnissen statt. Der angesagte Nordostwind mit 2 – 3 Bft. hielt sich in etwa an die untere Grenze der Wettervorhersage  und so konnten wir den von Ecky Binger wieder gut ausgelegten Regattakurs im gemütlichen Tempo umrunden.

 

Das Teilnehmerfeld sammelte sich kurz nach 10 Uhr am Vereinswohnwagen zum gemeinsamen Start in Richtung Tegelhuis. Wie immer wurde hier vom Steg aus die Regatta gestartet.

Wie in den letzten Jahren bereits üblich, bestand das Teilnehmerfeld aus 8 Crews, die in 2 Gruppen gegeneinander segelten. 2 (blaue) Leihboote vom Sailcenter Limburg und unsere beiden weißen Valken sorgten für ein Kontrast reiches Bild bei den einzelnen Rennen.

 

Vorstandsvorsitzender Jochen Firsbach hält für den Verein die Fahne hoch und die Teilnehmer im Blick.

Sportwart Eberhard (Ecky) Binger bei der Steuermannsbesprechung  und Einteilung der Gruppen.

 

Während die Gruppe 1 bereits zur ersten Wettfahrt gestartet war, durften die Teilnehmer der Gruppe 2 erst einmal Ecky’s Fragen beantworten. Dazu wurden sie einzeln von Ecky befragt, die Gesamtpunktezahl von Steuermann und Vorschoter ergab die Startpunktezahl für die Regatta. Wer hier schon gut punkten konnte, ging mit einem komfortablen Polster in die Wettfahrten.

 

Ecky’s Fragen spannten diesmal einen großen Bogen zwischen Seemannschaft und Kultur, wollte er doch unter anderem wissen, hinter welcher Gefahrentonne der fliegende Holländer zum ersten mal mit Kolumbus Amerika entdeckt hat und wann dies gewesen ist.

 

Bei der Befragung zeigte sich, dass die Teilnehmer sich auf dem Wasser, wie auch in Geschichte und Opernkultur, gut auskannten und die Fragen mit hoher Trefferquote beantworten konnten. So wurde es leider nichts mit dem Punktepolster durch Wissen, sondern die Entscheidung um die diesjährige Vereinsmeisterschaft musste auf dem Wasser ausgesegelt werden.

 

Hier wurde sehr schnell klar, wer diesmal die Nase vorn hat. In beiden Gruppen dominierten von Beginn an die „Vorstand-Crews“ mit Ecky Binger in der einen und Jochen Firsbach in der anderen Gruppe. Beide segelten ungefährdet von Sieg zu Sieg, während die restlichen Crews sich wechselseitig die Plätze streitig machten.

 

 

Nur beim Start waren alle Boote noch eng beieinander

Anschließend trennte sich schnell die Spreu vom Weizen und die Abstände vergrößerten sich

 

Bei der kurzen Regattastrecke und den schlappen Windverhältnissen war ein guter Start Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Rennen. Wurde der Start verpatzt, konnte man nur noch hinterher segeln und auf Fehler seiner Vorderleute hoffen. Siegchancen hatte nur derjenige, der mit den wenigsten Fehlern die Tonnen rundete. Und hier hatten diesmal einfach die alten Hasen das bessere Feeling. Nach den Vorläufen standen die Gruppensieger eindeutig fest, währen die anderen Crews fast alle mit gleicher Punktezahl auf die Ränge verwiesen wurden.

Nur die beiden Crews mit Hans-Werner und Angelika Wick sowie  Helmut Binz und Norbert Rech durften mit einem Pünktchen mehr weiter an der Endrunde teilnehmen.

 

Auf der Kreuz in Richtung Luvtonne. Jeder sucht sich seinen eigenen Weg. Die Frage ist nur: Wo geht es wirklich lang?

Nicht nur dabei, sondern mittendrin. Eine blasgewaltige Aufgabe als Signalgeber(in) für Annette aus Witten, die nur zum Schauen gekommen war.

 

Um zusätzliche „Stechen“- Läufe bei den punktegleichen Teilnehmern zu vermeiden, wurden diese kurzerhand von Ecky alle zu 5. Plätzen erklärt und ein Endlauf  für die Plätze 1 – 4 angekündigt.

Bei diesem ging es ohnehin nur noch um den direkten Vergleich der beiden Gruppenersten. Dies erkannte man bereits an der Verteilung der Valken. Während die Gruppensieger die Vereinsboote benutzen durften, konnten die Gruppenzweiten mit dem Leihjollen nur hinterher segeln.

Den besten Start erwischte – mal wieder- die Crew Michael Safert/Jochen Firsbach. Überraschend war hierbei ohnehin die Souveränität dieses Teams, das mit dem Gastmitglied Michael einen Newcomer an der Pinne hatte, der bisher immer fehlerfrei seine Jolle zum Start-Ziel-Sieg segelte.

 

Doch mit Ecky und Udo im Nacken patze Michael diesmal und verhungerte im Wind stehend vor der Luvtonne, während Ecky diese sauber umrundete und an Michael und Jochen vorbei zog. Die Entscheidung war somit gefallen; denn wie die Erfahrung aus den vorherigen Rennen zeigte, war die Möglichkeit einer Fehlerkorrektur auf der restlichen Strecke nicht mehr gegeben.

 

Als Vereinsmeister des Jahres 2005 standen somit fest: Eberhard Binger als Steuermann und Udo Klein als Vorschoter segelten ungefährdet ihrem Sieg entgegen und verwiesen die Teams Michael Safert/Jochen Firsbach, Helmut Binz/Norbert Rech und die Wick-Familie auf die Plätze.

 

Die anschließende Siegerehrung fand neben dem SCRS-Wohnwagen am und im neuen Vereinszelt statt. Wie immer gab es für alle Teilnehmer eine Erinnerungsmedaille und ein paar launige Worte des Vorsitzenden. Dieser machte gute Miene zum bösen Spiel; denn die Niederlage im Endlauf ärgerte ihn schon sehr.  Ecky dagegen strahlte mit der Sonne um die Wette. Endlich konnte er seinen jahrelangen Einsatz als Ausrichter der Regatta mit dem Meistertitel krönen.

 

Siegerehrung im/am neuen Vereinszelt als Generalprobe für das Sommerfest.

Die Siegerteams des Jahres 2005 mit den Favoriten des Jahres 2015!

 

Eine für alle Teilnehmer erfolg- und lehrreiche Regatta verlangte auch einen zünftigen Abschluss. Diesen erlebten die noch verbliebenen Teilnehmer bei einer üppigen Grillfeier am Wohnwagen. Die von Klaus Federlein in bewährter Qualität gegrillten Fleischspezialitäten wurden mit Salaten und  Soßen zu einem schmackhaften Abendessen kombiniert. Dazu gab es jede Menge alkoholfreie und alkoholische Getränke in gut gekühlter Ausführung.

 

Nach dem Essen verloste Ecky noch 2 Fliegeruhren unter den Teilnehmern indem diese 2 von ihm ausgedachte Zahlen erraten mussten bzw. diesen möglichst nahe kamen. Hier konnte Udo Klein ebenfalls punkten und sich neben dem Titel „Vereinsmeister“ zusätzlich mit einer neuen Uhr schmücken.

 

(Wettkampf-) Segeln macht hungrig und durstig zugleich.

Gut dass auch hier bestens vorgesorgt war.

 

Obwohl das Essen schon lange vorbei und der Grill ausgeglüht war, wurde den diversen Getränken noch bis spät in der Nacht zugesprochen. Der Abend ging erst mit dem letzten gekühlten Bier zu Ende und damit auch die Vereinsmeisterschaft 2005 des Segel-Club Rhein-Sieg e.V.

 

 

Alle Teilnehmer der SCRS-Vereinsmeisterschaft 2005 im Überblick

[Steuermann / Vorschoter(in)]

 

Jan Tiedemann und Angelika Förster noch an Bord eines Valken, der nachfolgende Rest bei der Medaillen-Verleihung im Vereinsz