EM-Eröffnung in Bayern– oder war es doch die Regatta?
Wie schon am Anfang des Jahres in Cesenatico, nahmen Paul und ich wieder am 15-
16.06 an einer weiteren TopCat Regatta teil. Dieses mal verschlug es uns jedoch nicht
nach Italien, sondern nach Bayern an den Walchensee, etwa eine Stunde entfernt von
München. Da es bis zum Walchensee dann doch ein Stückchen ist, und der Termin
genau mit dem Eröffnungsspiel der WM kollidierte, mussten wir am Freitag morgens
schon um 9 Uhr losfahren.
Wir kamen ungefähr um 17 Uhr an und begrüßten erst einmal die anderen Anwesen-
den Segler aus der Community, die wir schon länger nicht gesehen hatten. Da es noch
hell war, hatten wir sogar noch Zeit unsere Zelte und den Katamaran aufzubauen, wel-
chen TopCat uns freundlicherweise gestellt hatte. Von unserem Zeltplatz aus konnten
wir direkt auf den See schauen. Es war zwar relativ kalt, aber die Aussicht auf den See
in den Bergen war phänomenal. Am Abend, schauten wir uns dann natürlich gemein-
sam mit allen anderen Seglern das EM-Eröffnungsspiel an. Schon dieses Ereignis, ein
tolles Spiel in gemeinsamer Atmosphäre mit den anderen Seglern vor der Traumkulisse
der Berge war die Reise wert. Aber es sollte mit der Regatta noch besser werden.
Am Samstagmorgen mussten wir jedoch leider vorerst feststellen, dass aufgrund des
Regens in der vorherigen Nacht die Thermik des Sees total zerstört war. Wir hatten
daher nicht einmal die kleinste Briese Wind, weshalb der Start natürlich verschoben
werden musste. Wir warteten also eine ganze Zeit lang bei bestem Wetter und spielten
immerhin ein paar Spiele mit den anderen Jugendseglern der TopCat Community. Ge-
gen kurz nach drei, war noch immer kein Wind in Sicht, weshalb die Wettfahrten für
den laufenden Tag dann doch abgesagt wurden. Trotzdem war auch dieser Tag keine
vertane Zeit, weil das Segeln das eine und der Kontakt untereinander das andere ist,
was diesen Sport und die Regatten so schön machen.
Felix, Paul und ich nutzten daraufhin jedoch den freien Nachmittag, um auf einen Berg
in der Umgebung zu fahren um von oben die Aussicht zu genießen. Nach einer kleinen
Wanderung zum Gipfel durfte eine kleine Stärkung dort natürlich nicht fehlen.
Schmeckt Helles eigentlich oben auf dem Berg wirklich besser als woanders? Bei der
Aussicht musste es so sein. Erst der Regen trieb uns dann doch wieder zurück ins Tal zu
unserem Boot.
Am Sonntag konnten wir dann endlich, nach nur einer kurzen Startverschiebung, doch
noch an zwei Wettfahrten teilnehmen.
Wir fuhren einen Dreieckskurs, mit zwei Luvtonnen und einem Gate. Die erste
Wettfahrt wurde aus Zeitgründen sogar noch verkürzt, doch trotzdem hatten wir viel
Spaß.
Obwohl bis eine Stunde vor dem Start nur ein kleiner Hauch Wind zu spüren war,
frischte es plötzlich zeitnah zum Start sehr schnell auf, weshalb es uns sogar möglich
war die Regatta im Doppeltrapez zu segeln. Die erste Wettfahrt wurde im gesunden
Mittelfeld bestritten. Obwohl wir während der zweiten Wettfahrt kenterten, konnten
wir diese noch im hinteren Mittelfeld beenden. Hier zeigte sich, dass das wiederholte
Kentertraining in Ophoven auch seine sicherheitsgebende Wirkung erzielte und warum
es sich um Nass-Segeln handelt. Es gab zum Glück jedoch auch keine Verletzungen und
es war auch nichts beschädigt worden.
Abends bauten wir dann noch den Kat wieder ab und packten alle Campingsachen
zusammen. Es fand noch eine kleine Siegerehrung statt, nach welcher wir uns wieder
auf den Weg nach Hause machten, wo wir nachts um 2 Uhr wohlbehalten ankamen.
Sara

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