Nach dem Höhepunkt der Ausbildung – der Segelwoche in Ophoven – ging die SBF-
Ausbildung insgesamt sehr gelungen zu Ende. Die Wege dorthin waren unterschiedlich:
Im Januar begann der Theorieunterricht des Kompaktkurses zum Sportbootführerschein See für
zehn Wassersportinteressierte in den Räumlichkeiten der Berufsschule in Siegburg. Gleich zu
Beginn wartete mit der Navigation anhand von Seekarten ein anspruchsvoller Einstieg.
Für die Binnenausbildung fanden sich bereits Anfang November einige angehende Segler in den
Räumlichkeiten der Zurich Versicherung in Köln-Deutz zusammen. Dort wird Segeln als
Betriebssport im kollegialen Umfeld betrieben. Als offizieller Sponsor des Team Malizia von Boris
Herrmann konnte die Versicherung sogar mit einem echten Malizia-Vorsegel im Foyer
beeindrucken.
Aus der Zusammenarbeit mit der Betriebssportgruppe entstand eine Ausbildungskooperation mit
dem SCRS, die es ermöglichte, trotz geringer Anmeldezahlen einen Kurs anzubieten. So lernten die
Kursteilnehmer – überwiegend aus dem Umfeld der Versicherung – in wöchentlichen Einheiten die
Grundlagen: Kollisionsverhütungsregeln, Tafelzeichen, Knoten und die Theorie des Segelns.
Je nach Vorkenntnissen bedeutete das für manche auch eine Begegnung mit bislang unbekannten
Begriffen aus dem Seglerlatein. Unterliekstrecker, Dirk oder anluven sorgten dabei anfangs nicht
nur für Verständnisfragen, sondern gelegentlich auch für ein leichtes Stirnrunzeln.
Auch die Teilnehmenden des SBF-See-Kompaktkurses hatten die Möglichkeit, zusätzlich den
Binnenschein zu erwerben. Die entsprechenden Inhalte wurden kompakt am Karnevalswochenende
vermittelt, sodass sich die gesamte Theorie auf drei intensive Wochenenden konzentrierte. Trotz der
knappen Zeit gelang es den Ausbildern, über die reine Prüfungsvorbereitung hinaus wertvolle
praktische Hinweise zu geben – inklusive einer straffen Einheit Wetterkunde.
Mit den bestandenen Theorieprüfungen war der erste große Abschnitt geschafft. So unterschiedlich
die Wege dorthin auch waren – in Ophoven kamen schließlich sechs Teilnehmende aus beiden
Ausbildungssträngen zur gemeinsamen Praxiswoche zusammen.
Am 12. April ging es los. Nach dem Beziehen der Mobilheime ging es direkt aufs Wasser. Die
ersten Manöver wurden geübt, und mit jeder Einheit wuchs die Sicherheit im Umgang mit Boot und
Segel.
Früh zeigte sich eine besonders angenehme Harmonie in der Gruppe. Auf dem Wasser wurde
konzentriert gearbeitet, an Land klangen die Abende in geselliger Runde aus – mit gutem Essen,
Knotentraining und regem Austausch. Nicht selten verging die Zeit dabei schneller als geplant.
In den folgenden Tagen vermittelten die Ausbilder – jeder auf seine eigene Art – die Praxis des
Segelns: Segel setzen, Kurse fahren, Manöver sicher ausführen und ein Gefühl für Wind und
Wasser entwickeln. Parallel dazu wurden auf der Navicula die Motorbootmanöver trainiert.
Ganz ohne technische Zwischenfälle verlief die Woche nicht. Zeitweise forderten Motor und
Material etwas mehr Aufmerksamkeit als geplant. Mit Improvisationstalent, Engagement und einer
gewissen Gelassenheit gelang es jedoch, den Ausbildungsbetrieb durchgehend aufrechtzuerhalten –
eine Fähigkeit, die auf dem Wasser bekanntlich nicht die schlechteste ist.
Am letzten Tag stand die praktische Prüfung an. Nach den Motorbootmanövern ging es – bei
endlich auffrischendem Wind – unter Segel weiter. Die Bedingungen sorgten noch einmal für
zusätzliche Spannung, insbesondere bei den An- und Ablegemanövern. Am Ende konnten jedoch
alle Teilnehmenden ihr Können unter Beweis stellen und bestanden die Prüfung erfolgreich.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Essen im Tegelhuuske, bei dem die Woche noch einmal
Revue passierte. Die Freude über das Erreichte und das gewachsene Gemeinschaftsgefühl waren
dabei deutlich spürbar.
Ein großer Dank gilt den Ausbildern, die mit viel Engagement, Geduld und Erfahrung diese
Ausbildung ermöglicht haben.
Am Ende bleibt vor allem eines: die Gewissheit, gemeinsam viel erreicht zu haben – und sechs neue
Segler in unseren Reihen.

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